
Herr, nun läßt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, den du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht zu erleuchten die Heiden und zum Preis deines Volkes Israel.
(Lk 2,29-32)
Rembrandt: Simeon und das Jesuskind im Tempel
Simeon geht ein Licht auf:
dieses Baby ist der Messias, auf den er schon so lange gewartet hat.
dieses Baby ist das Licht für alle – auch für die Heiden, die Nichtjuden.
dieses Baby ist der Heiland – der, der wieder heil macht, was kaputt ist.
Und schaut mal, wie dieses Kind strahlt – und Simeon mit
In der Nähe von Jesus wird einfach alles hell und leuchtet.
Simeon scheint übrigens fast genauso blind zu sein wie Rembrandt war, als er das Bild gemalt hat. Und trotzdem sagt er: „meine Augen haben gesehen“.
Und Simeon entdeckt und sieht dieses Baby zwischen den vielen, vielen anderen Menschen, die im Tempel waren. Ich glaube, er hatte gute „Herzens-Augen“, er hat Jesus mit seinem Herzen gesehen und erkannt.
Und jetzt wo er Jesus im Arm halten darf, da wird ihm ganz warm ums Herz, da leuchtet er von innen heraus.
Jesaja hat es schon ein paar hundert Jahre voher gesagt: „Das Volk, das im Dunkeln lebt, sieht ein großes Licht; und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.“ Jesaja 9,1
Jetzt ist es da – Jesus, das Licht der Welt. Und ER will es auch bei uns hell machen – gerade in diesen Tagen, wo wir das gemütliche Weihnachtslicht wegräumen. Wo wir nicht wissen, wie das mit Corona noch weiter geht, wann endlich wieder normal Schule ist und wir unsere Freunde treffen können,… und wo wir uns doch so nach Hoffnungslicht sehnen.
Aber wenn wir wie Simeon ganz nahe bei Jesus sind und IHN mit unseren Herzensaugen anschauen, dann wird es auch in uns hell und wir können neuen Mut und Hoffnung haben.
Hier gibt es noch eine sehr schöne Bildbetrachtung und Hintergrundiformationen:
https://www.ojc.de/salzkorn/2005/weihnachten/bildmeditation-simeon-mit-dem-christuskind/